Inhaltsverzeichnis:
- Letzter Auftritt in Nürnberg
- Reaktionen von Weggefährten
- Anteilnahme des Publikums
- Ausbildung und Karriereweg
Letzter Auftritt in Nürnberg
Am 12. Juli 2025 spielte Nunner in „Die Ärztin“. Es war sein letzter Auftritt im Schauspielhaus. Regisseur und Staatsintendant Jens-Daniel Herzog würdigte ihn in einem Nachruf. Er betonte, dass Nunner selbst in kleinen Rollen ganze Lebensgeschichten darstellte.
Die Schauspieldirektorin Lene Grötsch erinnerte an seine Arbeitsweise. Sie nannte ihn „Schnelldenker, künstlerisch furchtlos, rigoros anspruchsvoll und leidenschaftlich diskursiv“. Herzog beschrieb ihn als „Mann der Zwischentöne“, der Figuren mit Sorgfalt entwickelte und Texte mit größter Leidenschaft bearbeitete.
Reaktionen von Weggefährten
Auch Schauspielkolleginnen trauern um den gebürtigen Grazer. Anna-Maria Kuricová schrieb in einem Facebook-Post: „Auch du, lieber, feiner Tom, hast immer gekämpft, als Schauspieler für deine Figur, für die Loyalität untereinander, für die Inszenierenden und für erfolgreiche Premieren. Und privat kämpftest du gegen die Krankheit. Dein Kämpfen war jedoch nie laut oder aufdringlich. Dein Kämpfen war stets leise, unauffällig, doch deine Kraft fast übermenschlich ausdauernd!“
Ruth Macke betonte die enge Zusammenarbeit auf der Bühne. Ihr Nachruf lautete: „Du warst ein so großartiger Mensch und toller Spieler. Mit Dir auf der Bühne zu stehen war stets von tiefem gegenseitigen Vertrauen geprägt und Abend für Abend wundervoll. Ich werde Dich nie vergessen. Du fehlst“.
Anteilnahme des Publikums
Nicht nur das Ensemble, auch Besucherinnen und Besucher äußerten ihre Trauer. Unter dem Nachruf des Staatstheaters auf Instagram standen zahlreiche Kommentare. Besonders hervorgehoben wurden:
- „Ein herausragender Schauspieler, der meine Theaterliebe maßgeblich mitgeprägt hat“
- „Wir verdanken ihm sooo viele wunderbare Theaterabende! Er war einer der ganz Großen, von Jugend an!“
Die Anteilnahme zeigt die Bedeutung, die Thomas Nunner für das kulturelle Leben Nürnbergs hatte.
Ausbildung und Karriereweg
Thomas Nunner wurde in Graz geboren. Vor seiner Schauspielausbildung studierte er Französisch, Philosophie und Spanisch. Seine Liebe zur Literatur blieb zeitlebens stark. Nach seiner Ausbildung in Wien folgten Engagements in Graz, Bregenz und Münster.
1996 kam er nach Nürnberg. Seitdem gehörte er fest zum Ensemble des Staatstheaters. Über fast 30 Jahre prägte er dessen Spielplan und wurde zu einer festen Größe des Hauses.
Quelle: Nordbayern, www.extratimeout.com/de