Freitag, 14 November 2025 17:29

Neuer Fahrplan der Deutschen Bahn bringt Veränderungen für Franken

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Neue Bahnverbindungen bringen Änderungen für Reisende in Franken. Neue Bahnverbindungen bringen Änderungen für Reisende in Franken. Foto: Pexels/Pexels-Lizenz

Mit dem Fahrplanwechsel der Deutschen Bahn am 14. Dezember 2025 stehen in Franken spürbare Änderungen bevor. Einige Strecken profitieren von häufigeren und schnelleren Verbindungen, während andere deutlich reduziert werden. Besonders Pendlerinnen und Pendler in der Region Nürnberg, Bamberg und Leipzig müssen sich auf Einschränkungen einstellen.

Inhaltsverzeichnis:

Weniger Intercitys zwischen Nürnberg und Leipzig

Ab Mitte Dezember 2025 fahren auf der Strecke Nürnberg–Lichtenfels–Jena–Leipzig nur noch zwei Intercity-Züge pro Tag. Eine Verbindung am Vormittag und eine am Abend bleiben bestehen. Die Deutsche Bahn (DB) begründet diesen Schritt mit einer „sehr schwachen Nachfrage“. Damit wird das bisherige Angebot von fünf Verbindungen auf weniger als die Hälfte reduziert.

Auch Städte wie Bamberg und Erlangen verlieren durch diese Maßnahme wichtige Direktverbindungen nach Nürnberg. Für Berufspendler bedeutet das längere Fahrtzeiten oder Umstiege. Der Bayerische Rundfunk berichtete, dass ab 14. Dezember nur noch zwei statt fünf IC-Verbindungen pro Richtung angeboten werden.

Ein ähnlicher Rückgang im Bahnverkehr wurde bereits bei Bahnproblemen in Franken beobachtet, als Baumaßnahmen und Nachfrageeinbrüche zu temporären Ausfällen führten.

Wegfall von Halten in Fürth und Ansbach

Nicht nur Franken ist betroffen. Ein nächtliches IC-Zugpaar von Berlin über Augsburg nach München bleibt zwar bestehen, doch Fürth wird künftig nicht mehr bedient. Bereits zuvor wurde der Halt des IC-Zugpaars „Königssee“ in Ansbach gestrichen – und daran ändert sich auch vorerst nichts.

Darüber hinaus entfällt die Direktverbindung zwischen Hamburg, Augsburg und Berchtesgaden beziehungsweise Oberstdorf. Diese Route war vor allem für Reisende aus Norddeutschland in die Alpen beliebt.

Solche Anpassungen sind laut Bahn notwendig, um den Gesamtverkehr stabiler zu gestalten. In einer Mitteilung erklärte das Unternehmen, dass dadurch „mehr Stabilität in den Fahrplan“ komme. Auch in anderen Regionen, etwa beim Ausbau der Strecke München–Nürnberg, wird langfristig auf eine bessere Koordination der Zugläufe gesetzt.

Einschränkungen durch Bauarbeiten und Fahrzeugmangel

Zusätzlich zu den regulären Kürzungen müssen einige Züge aufgrund von Bauarbeiten ausfallen. Die beiden Sprinter zwischen Düsseldorf, Nürnberg und München können im Fahrplan 2026 vorübergehend nicht verkehren. Ebenso fällt der Railjet zwischen Frankfurt, Lindau und Innsbruck aus – Grund sind Fahrzeugengpässe und Baustellen.

Ab Dezember 2025 reduziert die DB zudem die Taktung der ICE-Verbindungen von Hamburg in Richtung Alpen. Mehrere Fernverkehrszüge nach Garmisch-Partenkirchen, Berchtesgaden und Oberstdorf werden gestrichen. Die Nachfrage auf diesen touristischen Strecken gilt laut DB als zu gering für den bisherigen Fahrplan.

Ein später ICE aus Frankfurt endet künftig in Regensburg statt in Passau. Fahrgäste, die weiterreisen möchten, müssen umsteigen. Parallel beginnen ab dem 6. Februar 2026 Generalsanierungen zwischen Nürnberg und Passau. Diese führen laut Bahn zu längeren Fahrzeiten und eingeschränkten Angeboten.

Bereits im vergangenen Jahr kam es durch ähnliche Baumaßnahmen zu Einschränkungen, wie bei der Streckensperrung zwischen Nürnberg und Bamberg.

Änderungen bei der ICE-Linie München–Köln–Essen

Ein weiterer Einschnitt betrifft die stündliche ICE-Linie München–Nürnberg–Aschaffenburg–Frankfurt–Köln–Essen. In Würzburg entfällt künftig das An- und Abkuppeln eines Zugteils, der bisher über Kassel nach Paderborn und Hamm fuhr. Damit wird auch diese Direktverbindung vorerst nicht mehr angeboten.

Nach Angaben der Deutschen Bahn soll diese Änderung die Pünktlichkeit im Fernverkehr verbessern. Der neue Fahrplan ist ab sofort online abrufbar. Alle Verbindungen lassen sich in der Fahrplanauskunft auf bahn.de und im DB Navigator einsehen.

Die kommenden Monate werden für viele Fahrgäste in Bayern Umstellungen mit sich bringen. Kürzere Taktungen, geänderte Routen und längere Bauphasen prägen den neuen Fahrplan. Die Deutsche Bahn sieht darin einen Schritt zu mehr Zuverlässigkeit – für Pendlerinnen und Pendler in Franken bleibt jedoch vor allem eines: weniger Auswahl und längere Wege.

Quelle: Nordbayern, GLOBEWINGS