Inhaltsverzeichnis:
- Hauptbahnhof Nürnberg im Fokus der Sicherheitsstrategie
- Geltungsbereich der Cannabisverbotszone
- Zusammenarbeit von Stadt und Polizei
- Perspektiven für die Innenstadt
Hauptbahnhof Nürnberg im Fokus der Sicherheitsstrategie
Der Nürnberger Hauptbahnhof ist einer der meistfrequentierten Orte der Stadt. Rund 130.000 Menschen passieren täglich das Gelände, nutzen es als Verkehrsknotenpunkt oder Treffpunkt. Aufgrund dieser hohen Dichte an Personen treffen dort unterschiedlichste Interessen aufeinander. Stadt, Polizei und Bürger erwarten daher ein hohes Maß an Ordnung und Sicherheit.
Das neue Maßnahmenpapier umfasst fünf zentrale Handlungsfelder:
- Prävention und Sozialarbeit – Stärkung von Streetwork und früher Hilfsangebote.
- Repression und Präsenz – Verstärkte Polizeistreifen und konsequentes Vorgehen gegen Ordnungsstörungen.
- Infrastruktur und Stadtgestaltung – Verbesserung der Beleuchtung, Sauberkeit und Aufenthaltsqualität.
- Digitale Intelligenz und Datenbasierung – Erweiterung der Videoüberwachung und Analyseinstrumente.
- Resilienz und Zukunftsfähigkeit – Flexible Strukturen für künftige Herausforderungen.
Diese Strategie kann künftig als Vorlage für andere öffentliche Orte dienen. Ähnliche Projekte werden auch in anderen Stadtbereichen geprüft, darunter im Umfeld neuer städtischer Entwicklungen wie dem ehemaligen Quelle-Areal in Nürnberg.
Geltungsbereich der Cannabisverbotszone
Das Verbot umfasst sowohl den Konsum als auch das Mitführen von Cannabis, sofern der Besitz dem Konsum vor Ort dient. Maßgebend ist die Karte im Amtsblatt, die vom Ordnungsamt veröffentlicht wurde. Der festgelegte Bereich deckt mehrere zentrale Flächen ab:
- Bahnhofsplatz einschließlich Bahnhofstraße
- Zentraler Omnibusbahnhof
- Frauentorgraben vom Sterntor bis zum Königstor
- Nelson-Mandela-Platz
- Straße Hinterm Bahnhof
- Celtisplatz, Südstadtpark und Karl-Bröger-Tunnel
- Celtisunterführung und Celtisstraße
- Unterirdische Wegeflächen der Königstorpassage
Ausgenommen sind lediglich die Treppenanlagen von der Königstorpassage zur Mittelhalle des Bahnhofsgebäudes. Damit gilt die Verbotszone auf nahezu allen öffentlich zugänglichen Flächen rund um den Hauptbahnhof.
Zusammenarbeit von Stadt und Polizei
Das Konzept basiert auf einer engen Kooperation zwischen der Stadt Nürnberg, dem Polizeipräsidium Mittelfranken und der Bundespolizei. Im Ausschuss für Recht, Wirtschaft und Arbeit fand die Vorlage breite Zustimmung. Alle Beteiligten betonen, dass Sicherheit als gemeinsamer Auftrag verstanden wird. Neben der objektiven Lage soll auch das subjektive Sicherheitsgefühl der Bürger gestärkt werden.
Zudem werden städtebauliche und infrastrukturelle Maßnahmen umgesetzt, um langfristige Verbesserungen zu erreichen. Dazu gehören neue Beleuchtungssysteme, optimierte Wegführungen sowie ein verstärkter Einsatz moderner Überwachungstechnologien. Ähnliche Modernisierungen finden auch in anderen Bereichen Nürnbergs statt, etwa im Zusammenhang mit dem neuen Fahrplan der Deutschen Bahn, der Änderungen für die Region bringt.
Perspektiven für die Innenstadt
Das neue Verbot ist Teil eines größeren Sicherheitskonzepts, das Nürnberg langfristig zu einem sichereren und attraktiveren urbanen Raum machen soll. Die Maßnahmen rund um den Hauptbahnhof gelten als Pilotprojekt. Ihre Ergebnisse sollen später in weitere Stadtteile übertragen werden.
Mit der Umsetzung reagiert die Stadt auf konkrete Entwicklungen im öffentlichen Raum und schafft klare rechtliche Rahmenbedingungen. Damit setzt Nürnberg ein weiteres Zeichen für eine verantwortungsbewusste Stadtpolitik. Ergänzend zu den Sicherheitsmaßnahmen bleibt auch die kulturelle Vielfalt der Innenstadt im Fokus – Veranstaltungen wie Weihnachten in Nürnberg oder der Christkindlesmarkt zeigen, dass Ordnung und urbanes Leben in Einklang stehen können.
Quelle: Nürnberg, Milekcorp
FAQ
Wann wurde das Cannabisverbot am Nürnberger Hauptbahnhof beschlossen?
Der Beschluss erfolgte am 10. Dezember 2025 durch den Nürnberger Stadtrat.
Was umfasst das neue Verbot genau?
Das Verbot untersagt sowohl den Konsum als auch das Mitführen von Cannabisprodukten, wenn diese zum Konsum im Geltungsbereich bestimmt sind.
Welches Ziel verfolgt die Stadt Nürnberg mit dem Cannabisverbot?
Ziel ist es, den Drogenhandel einzudämmen und der Polizei erweiterte Handlungsmöglichkeiten im Bereich des Hauptbahnhofs zu geben.
Welche Bereiche sind von der Cannabisverbotszone betroffen?
Zum Geltungsbereich gehören unter anderem der Bahnhofsplatz, die Bahnhofstraße, der Zentrale Omnibusbahnhof, der Nelson-Mandela-Platz, die Celtisstraße und die Königstorpassage.
Welche Institutionen haben das Sicherheitskonzept gemeinsam entwickelt?
Das Konzept wurde von der Stadt Nürnberg, dem Polizeipräsidium Mittelfranken und der Bundespolizei gemeinsam erarbeitet.
Gibt es Ausnahmen innerhalb der Verbotszone?
Ja, ausgenommen sind die Treppenanlagen von der Königstorpassage zur Mittelhalle des Bahnhofsgebäudes.
Wie viele Menschen nutzen täglich den Nürnberger Hauptbahnhof?
Rund 130.000 Personen passieren täglich den Hauptbahnhof, nutzen ihn als Verkehrsknotenpunkt oder Treffpunkt.
Wird das Konzept auch an anderen Orten in Nürnberg angewendet?
Ja, die Maßnahmen dienen als Vorlage für weitere öffentliche Bereiche in Nürnberg, angepasst an örtliche Gegebenheiten.
Welche zusätzlichen Maßnahmen gehören zur Sicherheitsstrategie?
Dazu zählen Prävention, stärkere Polizeipräsenz, Stadtgestaltung, Ausbau der Videoüberwachung sowie flexible Strukturen für zukünftige Herausforderungen.
Wie soll das Sicherheitsgefühl der Bürger verbessert werden?
Durch sichtbare Polizeipräsenz, saubere und gut beleuchtete Flächen sowie durch eine enge Zusammenarbeit zwischen Stadt und Sicherheitsbehörden.